
Sommerhaut richtig pflegen: Was sie bei Hitze und Sonne braucht
Im Sommer fühlt sich die Haut oft völlig anders an als in der kalten Jahreszeit. Wärme, Schweiß, Klimaanlagen, häufigeres Duschen und eine stärkere UV-Belastung können das Hautgefühl verändern.
Viele Kundinnen greifen dann automatisch zu möglichst leichten Produkten oder verzichten vollständig auf ihre Gesichtscreme. Andere tragen mehrere Schichten auf, weil sich die Haut trotz Hitze gespannt anfühlt.
Beides muss nicht richtig sein. Eine gute Sommerhautpflege besteht nicht aus möglichst wenigen oder besonders vielen Produkten. Entscheidend ist, dass Reinigung, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz zu Ihrer Haut und Ihrem Alltag passen.
1. Auch morgens gehört eine milde Reinigung dazu
Während der Nacht sammeln sich Talg, Schweiß und Rückstände der Abendpflege auf der Haut. Deshalb empfehle ich auch im Sommer morgens eine sanfte Reinigung.
Dabei muss die Haut nicht stark entfettet werden. Fühlt sie sich nach dem Waschen trocken, rau oder unangenehm gespannt an, ist das verwendete Produkt möglicherweise zu intensiv.
Abends sollte die Reinigung besonders sorgfältig erfolgen. Sonnenschutz, Make-up, Schweiß und Schmutz müssen entfernt werden, bevor die anschließende Pflege aufgetragen wird.
Wasser allein reicht dafür häufig nicht aus – insbesondere bei wasserfestem Sonnenschutz. Eine milde Reinigungsmilch, ein Reinigungsgel oder ein anderes zum Hauttyp passendes Produkt kann hier sinnvoll sein.
Eine geeignete Grundlage finden Sie in unserer MACON Basic Reinigung.
2. Die Haut braucht trotz Hitze Feuchtigkeit
Dass die Haut im Sommer glänzt oder schwitzt, bedeutet nicht automatisch, dass sie ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist.
Auch Mischhaut und ölige Haut können feuchtigkeitsarm sein. Typische Hinweise können ein Spannungsgefühl, feine Trockenheitsfältchen oder ein gleichzeitig glänzendes und trocken wirkendes Hautbild sein.
Im Sommer werden leichte Seren, Emulsionen oder Geltexturen häufig als angenehmer empfunden. Eine sehr reichhaltige Wintercreme kann dagegen bei Wärme schnell zu viel werden.
Trockene Haut benötigt möglicherweise weiterhin eine Creme mit ausreichend pflegenden Lipiden. Diese kann morgens etwas leichter und abends reichhaltiger gewählt werden.
Sie müssen deshalb nicht Ihre komplette Pflege austauschen. Häufig reicht es, die Textur der Gesichtscreme an die Jahreszeit anzupassen.
Passende Produkte finden Sie in unserer Auswahl für feuchtigkeitsarme Haut.
3. Sonnenschutz ist der wichtigste Schritt
Sonnenschutz wird morgens als letzter Schritt der Hautpflege aufgetragen. Erst danach folgen bei Bedarf Make-up oder weitere kosmetische Produkte.
Wichtig ist nicht nur ein geeigneter Lichtschutzfaktor, sondern auch die verwendete Menge. Wird deutlich zu wenig Produkt aufgetragen, wird der angegebene Schutz nicht erreicht.
Denken Sie neben dem Gesicht auch an:
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Ohren
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Hals
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Dekolleté
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Haaransatz
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Hände
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Lippen mit geeignetem UV-Schutz
Bei längerem Aufenthalt im Freien sollte der Schutz regelmäßig erneuert werden – besonders nach dem Baden, starkem Schwitzen oder Abtrocknen.
Wichtig: Nachcremen stellt den Schutz wieder her, verlängert aber nicht unbegrenzt die Zeit, die Sie in der Sonne verbringen können.
Schatten, schützende Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille gehören deshalb ebenfalls zu einem vernünftigen Sonnenschutz.
Unsere entsprechenden Produkte finden Sie in der Kollektion Sonnenschutz.
4. Pflege und Sonnenschutz richtig schichten
Gerade im Sommer können zu viele übereinander aufgetragene Produkte unangenehm werden oder dazu führen, dass sich der Sonnenschutz abrubbelt.
Eine einfache morgendliche Routine reicht meistens aus:
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Milde Reinigung
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Leichtes Serum nach Bedarf
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Gesichtscreme, falls benötigt
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Sonnenschutz
Lassen Sie die einzelnen Schichten kurz einziehen und tragen Sie den Sonnenschutz gleichmäßig als letzten Pflegeschritt auf.
Ein Feuchtigkeitsserum ersetzt nicht automatisch die Gesichtscreme. Bei einer sehr reichhaltigen Sonnencreme kann es allerdings sein, dass Ihre Haut morgens keine zusätzliche Creme benötigt. Das hängt von der Formulierung und Ihrem Hautgefühl ab.
Die ausführliche Reihenfolge finden Sie in meinem Beitrag Serum, Creme, Öl oder SPF – was kommt zuerst?.
5. Die abendliche Reinigung nicht unterschätzen
Am Abend sollten Sonnenschutz, Schweiß und Make-up vollständig entfernt werden. Das bedeutet aber nicht, dass jede Haut grundsätzlich eine aggressive Doppelreinigung benötigt.
Wenn Sie starkes Make-up oder wasserfesten Sonnenschutz getragen haben, kann eine Reinigung in zwei milden Schritten sinnvoll sein. Bei empfindlicher oder trockener Haut kann eine einzige gründliche, aber sanfte Reinigung vollkommen ausreichen.
Anschließend folgen ein passendes Serum und die Gesichtscreme. Produkte mit sehr vielen unterschiedlichen Wirkstoffen sind dabei nicht automatisch besser.
Wenn die Haut durch Hitze, Sonne und häufige Reinigung bereits gestresst ist, profitiert sie häufig von einer übersichtlichen und gut verträglichen Abendroutine.
6. Pflege nach einem sonnigen Tag
Nach einem längeren Aufenthalt im Freien kann sich die Haut warm, gespannt oder trocken anfühlen. Dann helfen zunächst Schatten, eine sanfte Reinigung und eine angenehm kühlende Feuchtigkeitspflege.
After-Sun-Produkte können das Hautgefühl beruhigen und Feuchtigkeit spenden. Sie machen eine zu hohe UV-Belastung aber nicht rückgängig und ersetzen keinen vorherigen Sonnenschutz.
Auf frisch geröteter oder gereizter Haut sollten Sie keine intensiven Peelings oder stark reizenden Wirkstoffkombinationen verwenden.
Ein Sonnenbrand ist kein kosmetisches Problem, das sich einfach „wegpflegen“ lässt. Bei starken Schmerzen, Blasenbildung, Fieber oder Kreislaufproblemen sollte er medizinisch abgeklärt werden.
7. Peelings im Sommer mit Bedacht verwenden
Ein Peeling kann abgestorbene Hautschüppchen entfernen und das Hautgefühl glatter erscheinen lassen. Es ist allerdings nicht für jede Haut und nicht für jeden Zeitpunkt geeignet.
Bei gereizter, geröteter oder sonnenverbrannter Haut sollten Sie auf ein Peeling verzichten. Auch direkt vor einem intensiven Sonnenurlaub ist nicht der richtige Zeitpunkt für Experimente mit neuen, starken Peelingprodukten.
Wie häufig ein Peeling sinnvoll ist, hängt von der verwendeten Formulierung und Ihrem Hautzustand ab. Empfindliche Haut benötigt häufig deutlich weniger als robuste oder zu Verhornungen neigende Haut.
Mehr ist auch hier nicht automatisch besser.
Meine einfache Sommerpflege
Morgens:
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Sanfte Reinigung
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Feuchtigkeitsserum nach Bedarf
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Leichte Gesichtscreme
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Ausreichend Sonnenschutz
Abends:
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Sonnenschutz und Make-up gründlich entfernen
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Beruhigendes oder feuchtigkeitsspendendes Serum
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Passende Gesichtscreme
Peelings, Masken und Spezialpflege werden nur dann ergänzt, wenn Ihre Haut sie tatsächlich benötigt.
Mein Tipp aus dem Kosmetikstudio
Tauschen Sie im Sommer nicht vorsorglich Ihre komplette Pflegeroutine aus.
Beobachten Sie zunächst, was sich wirklich verändert hat. Ist nur die bisherige Creme zu reichhaltig? Benötigen Sie einen besser zu Ihrem Alltag passenden Sonnenschutz? Oder fühlt sich Ihre Haut durch häufiges Reinigen und Klimaanlagen feuchtigkeitsarm an?
Oft reichen ein oder zwei gezielte Anpassungen.
Wenn Ihre Haut plötzlich unruhig reagiert, reduzieren Sie die Routine zunächst auf eine milde Reinigung, eine gut verträgliche Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz. In meinem Beitrag Zu viel Hautpflege? Fünf Anzeichen für überpflegte Haut erfahren Sie, woran Sie eine überforderte Haut erkennen können.
Fazit: Im Sommer zählen Schutz und eine klare Routine
Sommerhaut benötigt nicht zwangsläufig mehr Pflegeprodukte. Meist braucht sie leichtere Texturen, eine sorgfältige abendliche Reinigung und vor allem einen zuverlässig verwendeten Sonnenschutz.
Achten Sie darauf, wie sich Ihre Haut tatsächlich anfühlt. Passen Sie einzelne Schritte gezielt an, statt alles gleichzeitig auszutauschen.
Wenn Sie unsicher sind, welche Sommerpflege zu Ihrem Hautzustand passt, können Sie unsere persönliche Hautberatungnutzen.
Herzlich
Sandra von Körperkult



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